Gespräch mit dem Staatssekretär Prof. Dr. Roland Merten

Am 20.04.2012 fand ein Gespräch unseres Vorstands, vertreten von Prof. Meinolf Vielberg, Cornelia Eberhardt und Gerlinde Gillmeister, mit dem Staatssekretär des TMBWK, Herrn Prof. Dr. Roland Merten, im Ministerium statt. In offener und sehr konstruktiver Atmosphäre wurden aktuell wichtige Fragen, unsere Alten Sprachen betreffend, dargelegt und diskutiert. Es gibt einige neue Festlegungen und mögliche Lösungen, über die wir mit Ihnen gemeinsam im November auf unserer Mitgliederversammlung sprechen werden. Alles wird Zeit benötigen; aber wir haben das gute Gefühl, in unseren Bemühungen um die Zukunft des Griechischen (absichtsvoll zuerst genannt) und Lateinischen unterstützt zu werden.

„Von der Muse geküsst“

Fortbildung vielfältigster Art bei Koryphäen unserer altsprachlichen Fächer bot uns vom 10. bis 14. April 2012 unser DAV – Kongress in Erfurt, der unter dem Motto „Von der Muse geküsst“ stand. Wer dabei war, hat sicherlich wie wir Vorstandsmitglieder die fröhlich – kreative Atmosphäre, die in vielen Hörsälen und Seminarräumen herrschte, genossen. Die Angebote sich zu bilden oder sich auch einfach einmal unterhalten zu lassen, überzeugten zum allergrößten Teil. Ich möchte als meine ganz persönlichen Favoriten die Vorträge von Herrn Michael Hotz aus München „Raffael und die Philosophen“, von Herrn Prof. Dr. Hans Joachim Glücklich aus Frankfurt a.M.„Film ohne Antike? Antike ohne Film“ und von Susanne Rühling aus Hagenow „Die Klang – und Musikwelt der Antike“, in dem man so einiges Unbekannte über antike Instrumente und deren Gebrauch erfahren und ihrem Klang lauschen konnte, nennen. Auch hier werde ich so manches direkt für den Unterricht nutzen – ebenso wie die Erkenntnisse, die ich in dem Arbeitskreis Herrn Prof. Dr. Peter Kuhlmanns zum Thema „Wie klangen lateinische Prosa und Verse in der Antike – Wie soll man Latein im Unterricht aussprechen?“. Hier könnte die praktische Anwendung jedoch allerhand Mut erfordern!
Gut für die Verbandsarbeit ist sicherlich, dass wir Vorstandsmitglieder einige Kontakte zu anderen Landesverbänden knüpfen konnten und diesen begonnenen Austausch in den nächsten Jahren pflegen möchten. Auch für zukünftige Fortbildungsveranstaltungen gab es Ideen und erste Gespräche. Man wird sehen ...
Unbestrittener Höhepunkt und für Kongresskenner vergleichsweise in seiner Wirkung und Emotionalität sogar einzigartig war die Verleihung des Humanismuspreises an Sebastian Krumbiegel. Die Laudatio sprach mit persönlicher Freude Herr Dr. Frank Walter Steinmeier. Sebastian Krumbiegel bedankte sich bewegt am Klavier mit Gesang und gewann dabei auch schnell die Herzen derer, die ihn noch nicht so gut kannten. Für ihn wiederum war erfreulich, dass Altphilologen richtig „mitrocken“ können.
Nicht zuletzt möchten wir an dieser Stelle der Erfurter Universität und den zahlreichen Helfern im Organisationsbüro, an der Garderobe, an den lebenswichtigen Stellen des Kaffee–und Teeausschanks und im organisatorischen Hintergrund ein herzliches Dankeschön sagen. Wir haben uns wohl und betreut gefühlt und konnten auf diese Weise bei aller Anstrengung auch genießen!

„Sofort anwendbar“

Am 17. 3. 2012 fanden viele Mitglieder unseres Verbandes, Altphilologen und Lehrer (50!) den Weg nach Weimar zu einer sehr gelungenen Fortbildung, die in Kooperation mit dem Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplan und Medien gelingen konnte. Herr Dr. Gerhard Hey aus Kiel sprach über Individualisierung im Lateinunterricht. In seinem Kurzreferat „Differenzierung: überschätzt – anspruchsvoll – notwendig“ ging er kurz und sehr realistisch auf die aktuelle Stellung des Lateinunterrichts im schulischen Fächerkanon ein: Unser Fach sei kumulativ, anspruchsvoll und bildungsintensiv einerseits, in Zeiten des „einen Klicks“ jedoch mit seiner Langsamkeit und Beharrlichkeit auch unzeitgemäß – schwer, doch lohnend. Er betonte, dass Differenzierung kein Zaubermittel sei, aber notwendig, um dauerhaft überforderten Schülern entgegenzukommen. Im zweiten Teil der Fortbildung stellte Herr Dr. Hey uns das Kieler Differenzierungsmodell vor und ließ uns mit Hilfe einer an Aufgaben prallen und wohl strukturierten Handreichung einige Stundenteile auf differenzierende Weise planen und diskutieren. Im Übrigen ließen sich die Erkenntnisse dieser Fortbildung in den folgenden Schulwochen im eigenen Unterricht sofort und gewinnbringend anwenden. Das ist ja nicht immer so! Vielen Dank, Herr Dr. Hey – mit Vorfreude auf die versprochene zweite Weiterbildung mit Ihnen in Sachen Textarbeit im November dieses Jahres.

Cornelia Eberhardt Gerlinde Gillmeister

Ergebnisse des Certamen Thuringiae 2012 Stufe 1 & Ausschreibung des Certamen Thuringiae 2012 Stufe 2

Weiterbildung des ThAV zur Sonderausstellung Pompeji, Nola, Herculaneum im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle am 28.01.2012

Ironischer Weise haben Katastrophen manchmal auch hilfreiche Folgen: Weil ein verheerender Vulkanausbruch im Jahre 79 ganze Landstriche verwüstet hat, können wir an den archäologischen Befunden einen einmaligen Einblick in die Zeitgeschichte des 1. Jahrhunderts gewinnen. Und weil das Dach des Nationalmuseums in Neapel repariert werden muss, gehen zentrale Teile der Ausstellung auf Tour.
Diese Chance haben sich interessierte Verbandsmitglieder nicht entgehen lassen und die Ausstellung in Halle kurzerhand besucht. Unser Museumsführer hat uns kenntnis- und detailreich durch die Räume geführt, die u.a. ein Triclinium, Modelle einer insula und Gegenstände aus vielfältigen Bereichen des Alltags beherbergen. Hier kann man einen guten Überblick über die Lebenssituation einer antiken Stadt gewinnen, wie es nördlich der Alpen nur selten der Fall ist. Auch Kollegen, die die Ausstellung bisher noch nicht besucht hatten, waren sich einig: Es lohnt sich mit Schülern wiederzukommen. Zumal das Museum hervorhebt, dass die Führungen auf die Bedürfnisse unserer Schüler entsprechend ihrer Altersklasse eingehen.
Die Ausstellung läuft bis 08.06.2012. Museumspädagogische Angebote umfassen Münzen, römische Mahlzeiten, Kleidung und Körperpflege, Gladiatoren u.a. Kontakt zum Museum finden Sie unter www.pompeji-austellung.de oder telefonisch bei Fr. Bode / Hrn. Koch (0345/5247 – 361, -365)
Schön war, dass Verbandsmitglieder auch mit Verwandten und Freunden gekommen waren. Bei zwanglosen Gesprächen im Zug und auf dem Weg durch Halle konnten wir uns austauschen, Ideen entwickeln und Pläne schmieden. Wenn Weiterbildungen immer solch einen Bezug zur Praxis haben, lohnt es sich dabei zu sein!

T. Rausch
Gruppenfoto 28.01.2012

Wir gratulieren!

Der Vorstand freut sich sehr über Herrn Dr. Rüpkes Wahl zum Mitglied des Wissenschaftsrates!
Ab 1.2.2012 arbeitet er nun im wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremium Deutschlands mit.
Der Wissenschaftsrat berät den Bund und die Länder in Fragen inhaltlicher und struktureller Weiterentwicklung der Hochschulen und der staatlichen Förderung von Forschungseinrichtungen.
Für diesen verantwortungsvollen Posten wünschen wir unserem Vorstandsmitglied Kraft für „weise“ Empfehlungen und persönlich alles Gute!

Im Namen des Vorstands
Gerlinde Gillmeister

Mitgliederversammlung mit Neuwahl des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder,

Am 12.11.2011 fand in Weimar die Wahlversammlung zur Wahl des Vorstandes des Thüringer Altphilologenverbandes statt. Die aktuellen Mitglieder des Vorstandes finden Sie im Button "Vorstand".
Der neu gewählte Vorstand begrüßt auf diesem Wege seine Mitglieder recht herzlich und freut sich auf eine engagierte Zusammenarbeit mit ihnen.
Bei unserem ersten Treffen Ende November in Erfurt haben wir beschlossen, uns vorrangig für zwei Dinge einzusetzen:

  • für eine feste Vernetzung von Latein und Griechisch an unseren Schulen bei veränderter Schullandschaft und
  • für ein aktives Arbeiten des Verbandes.
Folgerichtig steht unsere Arbeit in der aktuellen Wahlperiode unter dem Motto:
„Gemeinsam für die alten Sprachen in Thüringen“.
Erste Möglichkeiten sich zu treffen, weiterzubilden und Gedanken auszutauschen, wird es schon bald geben:
  1. Fortbildung in Weimar am 17.03.2012
  2. Exkursion nach Halle zur aktuellen Pompeji - Ausstellung „Katastrophen am Vesuv“
Termin und weitere Informationen folgen in Kürze auf dieser Seite!
Der Vorstand ruft seine Mitglieder zu aktiver Mitarbeit auf. Ideen, Mitgestaltung, kritische Anmerkungen sind jederzeit willkommen, denn nur mit Ihrer Hilfe können wir ein lebendiges Verbandsleben gestalten.

Im Namen des Vorstandes grüßt Sie herzlich Ihre Gerlinde Gillmeister